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Die wertvolle Arbeit von R. Dedieu berichtet über dieses Kreuz folgendes:

“Es gehörte früher zu dem im Jahre 1897 erbauten Hause genannt 'a Gieres'.

Es war ein Segenskreuz und blieb es auch bis in das Jahr 1903, als die Bewohner des 'Giereshauses', Johann Hengesch und seine Ehefrau Katharina Wester, an seinem Standort eine Segenskapelle errichteten. Bei dieser Gelegenheit wurde es, in einer Entfernung von 0,76 Meter, über dem Boden in die nach Norden gerichtete Hinterwand der Kapelle eingebaut. An dem Fuße des Kreuzes befindet sich die Jahreszahl 1706 und darüber die Darstellung der Sonne. Darüber folgt unmittelbar Christus am Kreuz, über ihm ist ein bekronter, bartiger und langbehaarter Kopf herausgemeißelt. Wir begegnen dieser Darstellung noch einmal beim 'Hengeschkreuz'.

Die geometrische Linienfuhrung des Kapitells ist an der Vorderseite unterbrochen durch einen Engelskopf mit Flügeln. Zu beiden Seiten des Hauptstammes sind die Materwerkzeuge, Lanze und Stab mit Schwamm, dargestellt. Eine Beschriftung fehlt. Die Gesamthöhe des Kreuzes beträgt 2,34 Meter.“

Quelle: Brochure '75e anniversaire Fanfare Reckange-Roedgen 1904-1975' S. 50, 51

Als die Kapelle abgerissen wurde, bewahrte Familie Proost das Kreuz vor der Entsorgung auf der Bauschuttdeponie und errichtete es auf ihrem Grundstück in der Rue de l'École (siehe Foto). Dort verblieb es bis zum Jahr 2025, als die Familie das Kreuz der Gemeindeverwaltung übergab. Nach einer gründlichen Reinigung wurde es an einem neuen Standort wieder aufgestellt – hinter der alten Schule in Ehlingen, ebenfalls in der Rue de l'École –, wo sich bis in die 1960er Jahre das Haus des Pfarrers 'Paschtoueschhaus' befand.

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